Staatliche Fördermittel für Kredite: Starthilfe für Unternehmer

Banken vergeben derzeit ungern Kredite und selbst etablierte Unternehmen müssen hier mit Ablehnungen rechnen. Umso schwieriger ist die Kreditsituation für Firmengründer. Trotzdem gibt es einige Möglichkeiten für Jungunternehmer, an speziell für sie konzipierte Kredite zu gelangen.

Fördermittel der KfW

Die KfW ist als bundeseigene Bank die erste Anschrift, wenn Existenzgründer an einer Gründerförderung denken. Sie hält für Freiberufler sowie Unternehmensgründer und auch Unternehmen, die seit maximal drei Jahren am Markt aktiv sind, das als KfW-Startgeld bezeichnete Fördergeld bereit. Dieser Kredit liegt in einer Höhe von maximal 50.000 Euro und die KfW trägt bei diesem bis zu 80 Prozent des Haftungsrisikos der Hausbank. Für Unternehmensgründer heißt das, dass sie Ihren Antrag auf den Förderkredit an die Hausbank und nicht direkt an die KfW richten.
Das spezielle ERP-Kapital der KfW

Was viele Existenzgründer nicht wissen ist, dass die KfW noch ein weiteres Angebot bereit hält, nämlich das sogenannte ERP-Kapital für Gründungen. Hiermit können Existenzgründer bis maximal drei Jahre nach Eröffnung ihres Geschäftes ein Nachrangdarlehen bis zu einer Höhe von maximal 500.000 Euro erhalten. Voraussetzung ist hierbei, dass dieses Darlehen nicht der Unternehmenssanierung dienen soll. Rechtlich wird dieses Darlehen fast wie Eigenkapital behandelt und somit beispielsweise im Falle der Insolvenz dem Fremdkapital nachgeordnet. Der Existenzgründer kann mit dem gestellten Kapital ein Warenlager oder auch Projekte wie eine Teilnahme an einer Messe finanzieren. Speziell für Technologie-Unternehmen oder Technik-Gründungen steht zudem ein Beteiligungskapital aus dem ERP-Startfonds oder dem sogenannten High-Tech-Gründerfonds zur Verfügung.
Für Existenzgründer ohne Bürgen und Sicherheiten

Wer ohne jegliche Sicherheiten in die Existenzgründung geht, kann Bürgschaftsbanken der Länder in Anspruch nehmen. Stimmt das Konzept des Unternehmens, dann tragen diese Bürgschaftsbanken gegenüber der Hausbank des Existenzgründers das Ausfallrisiko in Höhe bis zu maximal 80 Prozent des Darlehens. Mit der Inanspruchnahme der Bürgschaftsbank muss sich der Existenzgründer allerdings verpflichten, das Unternehmen regelmäßig prüfen zu lassen und auch auf die Beratung von Wirtschaftsexperten zu setzen. Zusätzlich zur einmaligen Gebühr von einem bis 1,5 Prozent des Kreditvolumens zahlen Jungunternehmer für diese Hilfe über die Laufzeit eine jährliche Provision in Anlehnung an die Kredithöhe. Es ist in solchen Fällen ratsam sich professionelle Unterstützung einzuholen. So kann z.B. auf foerdermittel-plus.de eine Beratung und Betreuuung angefordert werden, die einem während des Prozess begleitet.

Die Mittelständigen Beteiligungsgesellschaften

Fördermittel können Unternehmensgründer auch von den Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften, kurz: MBGs, bekommen (Siehe dazu den BVK e.V.). Diese halten eine stille Beteiligung am Unternehmen, wobei das angelegte Kapital als Eigenkapital des Existenzgründers gewertet wird. Eine höhere Eigenkapitalquote bringt dem Existenzgründer eine bessere Bonität und mehr Kreditsicherheit. Diese Gesellschaften stehen in allen Bundesländern für Kontakte bereit und es erfolgt in der Regel eine Enge Zusammenarbeit mit den Bürgschaftsbanken.